Ein interessantes Werk zum Thema Elektromobilität

Hier habe ich ein schönes Stück Information entdeckt.

Eine Einschätzung zur Zukunft der Mobilität
von Prof. Dr.-Ing. Markus Lienkamp & Dr. h. c. Florian Homm

Titel:
Status Elektromobilität 2018: Der Kunde wird es entscheiden (pdf, 1,5 MB)

Einige Zitate:

Biokraftstoffe:
Die wesentlichen Ausschlusskriterien sind die Beschränkung der möglichen Ressourcen und die ökologischen Folgeschäden.

E-Fuels:
Für mich kommen aufgrund dieser beiden Ausschlusskriterium E-Fuels als Energieträger nicht in Frage. (Anmerkung: Kosten & Wirkungsgrad)

Wasserstoff:
Hat so viele Ausschlusskriterium, dass ich diesen Energieträger derzeit nicht in Betracht ziehe.

Rohstoffe:
… werden Kupfer, Aluminium, Kobalt, Nickel, Mangan, Graphit und Lithium benötigt. Keiner der Stoffe ist wirklich knapp, jedoch müssen besonders bei Kobalt und natürlichem Graphit entsprechende Investitionen zum Abbau getätigt werden.

Seltene Erden:
In Bezug auf die Seltenen Erden gibt es Bauprinzipien wie die Fremderregte Synchronmaschine oder Asynchronmaschine, die diese Rohstoffe nicht benötigen.

Gesamtbewertung
Wenn wir alle – endlich – die Klimaziele ernst nehmen, kommt nach meiner Einschätzung langfristig nur noch das reine BEV in Betracht. Alle anderen Kraftstoffe sind entweder nicht CO2-neutral oder haben exorbitant hohe Kosten, weil sie bis zu fünfmal mehr Erneuerbare Energien brauchen als Strom. Wenn wir wirklich einmal so viel Erneuerbare Energien übrighaben, sollten wir die E-Fuels für den Flugverkehr, wo Elektroantriebe auf Langstrecken technisch ausscheiden, betrachten.

Überlebensfähigen Hersteller:
Die vielleicht wichtigste Frage stelle ich an den Anfang: Glaubt der CEO des Unternehmens wirklich an die Revolution in Richtung BEV und Mobilität?

Meine Hoffnung ist,
dass der Umschwung/Umbruch/Wende (Disruption ist glaube ich jetzt das neue Wort dafür) langsam genug kommt.
Entweder, weil die Kunden doch konservativ sind und erst langsam umsteigen. Oder weil z. B. einige Länder eine Vorreiterrolle übernehmen, andere aber erst später folgen.
Ob das jedoch zu steuern ist, wage ich zu bezweifeln.
Somit verbleibt für die OEM und viele Zulieferer die Frage offen, wie schnell der Umstieg geschieht. Die Firmen müssen selbst entscheiden, zu welchem Zeitpunkt sie in die Elektromobilität investieren. Ich kann nur nochmals raten, lieber jetzt massiv zu investieren und die nächsten Jahre auf (ggf. alle) Gewinne zu verzichten. Andernfalls ist die Gefahr groß, in der neuen Welt der Mobilität nicht mehr dazuzugehören. Insoweit stellt diese Investition eine Überlebensversicherung dar.

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