E-Mobilität: Die eichrechtkonforme Ladesäule kommt

04.01.2018 VERKEHRSWENDE
Die Abrechnung mit geeichten Ladesäulen soll mehr Transparenz für Autofahrer schaffen. Viele in der Branche rechnen mit einem Schub für die Elektromobilität.
Die Übergangszeit ist seit dem Jahreswechsel vorbei: Ab sofort muss an allen E-Ladesäulen, die nach Kilowattstunden oder Nutzungszeit abrechnen, ein geeichtes Messgerät eingebaut sein. Andere Säulen sind nicht mehr zulässig. Die eichrechtkonforme Abrechnung des Energieflusses soll mehr Transparenz für die Verbraucher schaffen. Sie sollen künftig […]
Quelle und ganzer Artikel: bizzenergytoday.com
Veröffentlicht in Allgemein.

3 Kommentare

  1. Die Variante Zeittarif ist aber ausdrücklich ebenfalls betroffen und nur zulässig solange dies eichrechtskonform erfolgt.

    Also die Zeit eichrechtskonform gemessen, dokummentiert und verrechnet wird und natürlich alle Soft- und Hradware Updates wieder geprüft und zugelassen sind.
    Sowie natürlich auch etwaige Updateprozesse etc.

    Der Amtsschimmel hat ne neue Einnahmequelle entdeckt und Mama Merkel ne Ausrede warum es keine 1.000.000 E-Autos bis 2020 werden.

    Nachtigal ich hör‘ dir trapsen…

    Ach nein, jetzt weiß ich’s, das ist das der geniale Trick um alle Säulenbetreiber in die kostenlose Stromabgabe zu treiben!
    Zumindest für die bestehenden, neue sind ja jetzt passé.
    Komisch, vergangene Zukunft…
    …oder ist es der Zukunft jetzt schon vergangen?

  2. Über unser Netzwerk hatte ich schon kurz Kontakt zu verschiedenen Anbietern (New Motion, The Mobility House, hastobe)
    Es gibt leider noch kein Licht am Horizont in den Arbeitsgruppen zu eichrechtskonformer Hard- Software > führt aktuell zu Investitionszurückhaltung
    Es ist noch nicht klar, welche Konsequenzen das Eichrecht für Hardware und Backend hat. Das wird wohl noch bis Ende März dauern, bis erste Klarheit herrschen wird.
    Viele Akteure weichen deshalb momentan auf (teurer) Zeittarife aus. Die Augsburger DC-Lader sind aktuell aber nach wie vor kostenfrei. Aber es wird sich sicherlich bis Sommer etwas bewegen. (DC-seitig frühestens Sommer).

  3. Und wieder ein schöner Knüppel zwischen den Beinen einer aufstrebenden Technologie…
    Die Entwicklung ist noch viel zu sehr im Fluß um hier schon mit „vom Entwickler zu finanzierenden“ Zertifizierungen eine sinnvolle Richtung vorzugeben.

    Wer sich nur ein bisserl mit Elektronik auskennt, weiß wie „einfach“ eine vernünftige Messschaltung aufgebaut werden kann, die benötigte Kommunikation der Preisparameter mit z.B. einem Display oder dem Smartphone programmieren inzwischen Schüler und Studenten.
    Wer die Deutsche Bürokratie nur ein bisserl kennt, kann sich vorstellen was es für einen Aufwand bereitet diesen Aufbau durch das Eichrecht zertifizieren zu lassen.
    https://public.ptb.de/files/download/58d8ffad4c9184f55a2f94e3 (PDF-Download)
    Man beachte das Datum:
    https://www.vde.com/de/presse/pressemitteilungen/vde-ar-abrechnung-elektromobilitaet
    Und schon ist die aufstrebende Konkurenz wieder an die Wand gefahren…
    Naja, aber Innogy will seine Messgeräte gerne gegen Lizenzgebühren zur Verfügung stellen.
    Zitat:
    Für etwas Unruhe im Markt sorgt derzeit Innogy – das einzige Unternehmen, das bereits seit 2014 eine Zulassung für eichrechtskonforme Ladesäulen hat, damals noch als RWE. Schon zuvor hat der Energieversorger nämlich Patente für sein Verfahren eingereicht und diese zum Teil auch genehmigt bekommen. Das PTB hat den anderen Herstellern das Innogy-Verfahren empfohlen…
    :Zitatende
    Ein Schelm wer böses dabei denkt.

    Ich habe bisher noch keine Beschwerde eines Elektroautofahres bezüglich der „eichrechtskonformen“ Abrechnung gelesen, was allenortes angeprangert wurde, ist die Unübersichtlichkeit der unzähligen Tarife und Bezahlmethoden, um Wochen verzögerte Abrechnungen oder die Forderung nach Klarstellung ob bei DC Ladung nun der AC Verbrauch vor den Gleichrichtern oder der DC Verbrauch nach Gleichrichtern verrechnet wird. Wer also die Umwandlungsverluste zu tragen hat.
    (Da dies je nach Ladesäulenhersteller wohl unterschiedlich verwirklicht wurde und es bei den Ladeleistungen durchaus relevant ist)
    https://www.lichtblick.de/presse/news/2017/07/10/ladesaeulen-check-deutschland-stromtankstellen-kompliziert-und-oft-teuer/

    Diese Informationen in die Datenbank der Markttransparenzstelle für Kraftstoffe (MTS-K) aufzunehmen wäre eine sinnvolle Aktion gewesen, die für mehr Übersichtlichkeit und Akzeptanz gesorgt hätte.
    Überteuerte Abrechnungsverfahren bzw. Säulen würden vom e-Mobilisten gemieden und in Folge vom Betreiber schleunigst abgebaut oder nachgerüstet.
    Sofern nicht durch irgendwelche zweifelhaften Fördergelder ausreichend vorfinanziert. :-((((

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